Barfußschuhe bei Fehlstellungen: Wann sie angenehm sein können und wann du vorsichtig sein solltest
Manchmal ist nicht die dünne Sohle das Problem.
Sondern der Druck.
Vorne am Ballen. Oben auf den Zehen. Seitlich am Großzehengelenk. Genau dort, wo ein normaler Schuh oft zu eng, zu fest oder zu spitz geschnitten ist.
Wenn du einen Hallux valgus, Spreizfuß, Senkfuß oder Krallenzehen hast, fragst du dich vielleicht: Kann ich Barfußschuhe überhaupt tragen? Oder mache ich damit alles nur schlimmer?
Die ehrliche Antwort ist: Es kommt darauf an.
Bei leichten Fehlstellungen oder empfindlichen Füßen können Barfußschuhe sehr angenehm sein, weil sie den Zehen mehr Platz geben und oft aus weichem, flexiblem Material bestehen. Bei starken Fehlstellungen, Entzündungen oder Schmerzen können sie aber auch zu wenig Schutz bieten.
In diesem Artikel zeige ich dir, worauf du achten solltest, wann Barfußschuhe eine gute Idee sein können und wann du besser vorsichtig ausprobierst oder vorher mit deinem Arzt oder Therapeuten sprichst.
Das Wichtigste kurz vorweg
Barfußschuhe können bei Fehlstellungen angenehm sein, wenn sie wirklich zu deinen Füßen passen.
Besonders hilfreich sind oft diese Eigenschaften:
- eine breite Zehenbox
- weiches Obermaterial
- keine harten Nähte am Ballen
- kein Absatz
- genug Platz für Einlegesohlen oder orthopädische Einlagen
- eine Sohle, die zu deiner Empfindlichkeit passt
Gerade bei Hallux valgus, Spreizfuß oder Krallenzehen ist viel Platz im Vorfußbereich oft entscheidend. Der Schuh sollte nicht drücken, nicht reiben und deine Zehen nicht zusammenschieben.
Aber: Barfußschuhe sind keine Behandlung und sie beseitigen keine Fehlstellung. Wenn du Schmerzen hast, entzündete Stellen bemerkst oder bereits orthopädisch behandelt wirst, solltest du den Umstieg vorher abklären.
Schnelle Orientierung: Passt ein Barfußschuh bei deiner Fehlstellung?
| Situation | Barfußschuhe können passen, wenn … | Besser vorsichtig sein, wenn … |
|---|---|---|
| Hallux valgus | der Schuh vorne breit genug ist und seitlich nicht auf den Ballen drückt | das Großzehengelenk entzündet, stark gereizt oder sehr schmerzhaft ist |
| Spreizfuß | der Vorfuß genug Platz hat und die Sohle nicht zu hart wirkt | du starke Ballenschmerzen, Hühneraugen oder Druckschmerzen unter dem Vorfuß hast |
| Senkfuß / Knick-Senkfuß | du keine starken Schmerzen hast und langsam startest | du Einlagen brauchst oder der Fuß beim Gehen stark einknickt |
| Krallenzehen / Hammerzehen | die Zehenbox nicht nur breit, sondern auch hoch genug ist | du oben anstößt oder Druckstellen bekommst |
| Fersensporn / sehr empfindliche Ferse | eine zusätzliche Einlegesohle genug Schutz gibt | jeder Schritt auf dünner Sohle unangenehm ist |
Diese Übersicht ersetzt keine Beratung. Sie hilft dir nur, schneller einzuschätzen, worauf du beim Ausprobieren achten solltest.
Eignen sich Barfußschuhe bei Fehlstellungen?
Ja, grundsätzlich kannst du Barfußschuhe auch bei Fehlstellungen tragen.
Aber nicht automatisch. Und nicht um jeden Preis.
Ob sie für dich angenehm sind, hängt vor allem von drei Dingen ab:
- wie stark deine Fehlstellung ausgeprägt ist
- ob du Schmerzen oder entzündete Stellen hast
- wie empfindlich deine Füße auf dünne Sohlen reagieren
Bei leichten Fehlstellungen können Barfußschuhe eine gute Möglichkeit sein, den Füßen mehr Raum zu geben. Viele Modelle sind vorne breiter geschnitten als herkömmliche Schuhe. Dadurch werden die Zehen nicht so stark zusammengedrückt und empfindliche Stellen am Ballen bekommen weniger Druck.
Bei stärkeren Beschwerden sieht es anders aus. Dann kann eine sehr dünne, wenig gedämpfte Sohle zu viel sein. Besonders beim Spreizfuß oder bei einem gereizten Großzehengelenk merkst du oft schnell, ob der Auftritt angenehm ist oder nicht.
Deshalb ist mein Rat: nicht direkt den ganzen Tag tragen. Erst zu Hause. Dann kurze Wege. Und nur so lange, wie es sich gut anfühlt.
Für wen sind Barfußschuhe geeignet?
Wann du mit Barfußschuhen vorsichtig sein solltest
Es gibt Situationen, in denen Barfußschuhe nicht die beste Wahl sind oder zumindest nicht ohne Rücksprache ausprobiert werden sollten.
Das gilt besonders, wenn:
- du starke Schmerzen beim Gehen hast
- dein Fuß bereits deutlich deformiert ist
- dein Ballen entzündet oder stark gereizt ist
- du wegen deiner Fehlstellung in Behandlung bist
- du orthopädische Einlagen tragen sollst
- du bei jedem Schritt eine deutliche Verschlechterung spürst
In solchen Fällen ist nicht die Frage: „Sind Barfußschuhe gut oder schlecht?“
Die bessere Frage ist: „Was braucht mein Fuß gerade?“
Manchmal ist das mehr Platz im Vorfuß. Manchmal eine weichere Einlage. Manchmal eine stabilere Versorgung. Und manchmal auch eine Pause vom Experimentieren.
Wenn du unsicher bist, sprich mit deinem Arzt, Orthopäden oder Physiotherapeuten. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn du Schmerzen hast oder schon länger Beschwerden bestehen.
Für wen sind Barfußschuhe nicht geeignet?
Bei bereits stark deformierten Füßen kann das Gehen in Barfußschuhen auch kontraproduktiv sein und die Beschwerden verschlimmern.
Auch bei bestehenden Entzündungen solltest du sehr vorsichtig sein. Wenn das Barfußlaufen unangenehm oder schmerzhaft für dich ist, solltest du in jedem Fall besser Schuhe tragen.
Ob das Gehen in Barfußschuhen für dich angenehm ist, kannst du mit günstigen Barfußschuhen oder auch Barfuß-Hausschuhen ganz vorsichtig ausprobieren.
In dem Fall stattest du die Barfußschuhe am besten (zumindest für den Anfang) mit passenden Einlagen/Einlegesohlen aus.
Bei schweren Fehlstellungen mit Schmerzen oder falls du mit deinem Problem schon in Behandlung bist, sollest du mit deinem Arzt oder Therapeuten besprechen, ob das Tragen von Barfußschuhen für dich in Frage kommt.
Die Vorteile von Barfußschuhen
Das Tragen von Barfußschuhen hat ein paar ganz große Vorteile:
- sie sind leicht,
- sie sind anatomisch korrekt (fußförmig) geschnitten,
- die weite Zehenbox engt die Zehen nicht ein,
- das Obermaterial ist oft leicht und flexibel.
Das vermindert den Druck auf gereizte Gelenke, die Zehen werden nicht mehr zusammengedrückt und haben wieder Bewegungsfreiheit und Raum, sich aufzufächern.
Das allein kann schon viel Erleichterung verschaffen, ich habe da schon etliche positive Berichte von Betroffenen gehört.
Allerdings kann der Umstieg auf Barfußschuhe bei bestehenden Fehlstellungen auch Probleme bereiten.
Welche das sein können und wie du die vermeiden kannst, erkläre ich dir im nächsten Abschnitt.
Mögliche Probleme beim Umstieg vermeiden
Die dünnen Sohlen von Barfußschuhen können bei bestehenden Fehlstellungen auch unangenehm sein.
Bei einem Spreizfuß kann z. B. die Belastung für den Ballen zu groß werden, bei einem Hallux valgus kann der Druck auf das Großzehengelenk unangenehm sein.
Auch bei einem Fersensporn sind dünne Sohlen ganz ohne zusätzliche Dämpfung keine gute Idee.
Wenn du Schmerzen beim Gehen in Barfußschuhen hast, kannst du folgendes versuchen:
- ausreichend dicke Einlegesohlen verwenden oder
- Barfußschuhe mit etwas dickeren Sohlen tragen.
Barfußschuhe mit etwas dickeren Sohlen findest du z. B. in meinem Artikel Barfußschuhe für Einsteiger.
Grundsätzlich kannst du aber auch einfach deine Barfußschuhe mit Einlegesohlen ausstatten, die so dick und weich sind, wie es für dich angenehm ist.
Man kann die meisten konventionellen Einlegesohlen nämlich für Barfußschuhe passend zurechtschneiden (Die unten abgebildeten Einlegesohlen sind in diesem Artikel verlinkt).
Wenn du orthopädischen Einlagen tragen musst, ist das grundsätzlich auch in Barfußschuhen möglich, diese Schuhe bieten genügend Raum dafür.
Eventuell musst du mit dickeren Einlegesohlen oder Einlagen deine Barfußschuhe eine Nummer größer wählen.
Damit hast du dann kein so direktes Barfußgefühl mehr.
Trotzdem profitierst du noch von einigen Vorteilen gegenüber konventionellen Schuhen:
- du hast einen wesentlich besseren Bodenkontakt,
- du trägst leichte Schuhe, die nicht drücken
- du hast eine sehr gute Zehenfreiheit
- durch den Nullabsatz wird das Gewicht nicht auf den Vorfuß verlagert.
In jedem Fall solltest du den Umstieg auf Barfußschuhe sehr vorsichtig und langsam angehen.
Trage sie anfangs nur für kurze Zeit und immer nur so lange, wie es dir gut tut.
Falls du kurze Strecken gehen kannst und dich dabei wohlfühlst und das Gefühl hast, es tut dir gut, kannst du die Strecken ganz langsam steigern.
Fange am besten zu Hause an und nimm dir Zeit und Ruhe.
Achte auch auf ausreichende Pausen, damit deine Füße sich zwischendurch gut erholen können.
Wenn weder das Tragen von Einlegesohlen noch das Tragen von Barfußschuhen mit dickeren Sohlen für dich angenehm sein sollte, schau mal etwas weiter unten.
Dort stelle ich dir noch Alternativen zu Barfußschuhen vor, die eine gute Zehenfreiheit haben.
Barfußschuhe sind kein Allheilmittel – Was du noch tun kannst
Allein durch das Tragen von Barfußschuhen werden Fehlstellungen nicht einfach so beseitigt. Zusätzlich ist es eine gute Idee, aktiv etwas für deine Füße zu tun.
Dazu gehört
- Verspannungen zu lösen,
- die Wahrnehmung zu schulen,
- die Beweglichkeit zu fördern und
- die Muskulatur zu kräftigen.
Dabei ist es wichtig, die Füße langsam zu fordern, aber nicht zu überfordern.
Es kann auch sinnvoll sein, vor den Übungen zuerst mit Massagen zu beginnen, um die verspannte Muskulatur zu lockern.
Das allein kann dir schon sehr viel Erleichterung verschaffen und du kannst es ganz einfach selber machen.
Damit du genau weißt, was zu tun ist, gibt es sehr gute Anleitungen.
Ich zeige dir im nächsten Abschnitt meine Empfehlungen für Massagen und Übungen.
Meine Buchtipps zu Übungen und Massagen bei Fehlstellungen
Ein sehr gutes Buch mit tollen, Übungen und Massagen speziell bei Vorfußproblemen kann ich dir hier wärmstens empfehlen.
Es geht ganz sanft los, so dass du viele Übungen und Massagen auch schon dann sehr gut machen kannst, wenn du Schmerzen haben solltest.
Bei Vorfußproblemen ist das meiner Meinung nach der beste Ratgeber:
Das Buch behandelt folgende Themen:
- Ballengroßzehe (Hallux valgus),
- Spreizfuß (Pes Transversoplanus),
- Schneiderballen, Kleinzehenballen,
- Hammerzeh, Krallenzeh und andere Zehenverformungen,
- Hallux Rigidus und Arthrose,
- Morton Syndrom,
- Metatarsalgie,
- Hautprobleme als Folge der Verformungen.
Mehr Übungen und einen sehr guten und strukturierten Überblick mit vielen Infos, Empfehlungen und Schaubildern findest du in diesem Buch:
Dieses Buch behandelt die folgenden Fußprobleme:
- Achillodynie,
- Arthrose im Fuß,
- Deformierte Zehen,
- Fersenporn und Knochenhöcker,
- Fußpilz,
- Hallux rigidus,
- Hallux valgus,
- Hohlfuß,
- Knickfuß,
- Krampfadern (Varizen),
- Nervenschmerzen im Fuß,
- Raucherbein & Co,
- Restless Legs & Co,
- Senk- oder Plattfuß, Spreizfuß,
- Tibialis-posterior-Syndrom.
Falls du kein Buch kaufen möchtest, schau mal weiter unten bei den Beschreibungen zu den einzelnen Fehlstellungen.
Da habe ich jeweils Links mit ausführlichen Infos für dich, auch dort findest du Anleitungen zu Übungen und Videos.
Fehlstellungen und der Beckenboden
Mein Extra-Tipp für dich: Deine Füße sind nicht isoliert, sondern stehen mit deinem gesamten Körper in Verbindung.
Es besteht auch eine enge Wechselwirkung zwischen der Fußmuskulatur und der Beckenbodenmuskulatur.
Zur Kräftigung des Beckenbodens kann ich dir das Buch Tigerfeeling und die dazugehörige DVD empfehlen.
Im Buch gibt es auch einen Abschnitt über die Fußhaltung und das Längs- und Quergewölbe der Füße.
Besonders hilfreich kann das Beckenbodentraining sein, wenn du neben deinen Fehlstellungen noch folgende Probleme haben solltest:
Inkontinenz, Blasenschwäche, Hämorrhoiden, schwere Beine, schlaffer Bauch, Rückenschmerzen.
Barfußschuhe und Hallux valgus
Ein Hallux valgus wird auch Ballenzeh genannt und ist eine Fehlstellung der Großzehe in Richtung der Körperaußenseite, die schmerzhaft sein kann.
Verursacht wird ein Hallux Valgus z. B. durch
- zu enge Schuhe,
- spitz zulaufende Schuhe,
- ein schwaches Bindegewebe
- oder andere bestehende Fehlstellungen wie z. B. einen Spreizfuß.
Wenn du noch keinen Hallux valgus hast, kann das Tragen von Barfußschuhen dazu beitragen, dass sich ein solcher erst gar nicht entwickelt, da die Zehen arbeiten können und nicht zusammengedrückt werden.
Durch Barfußlaufen kann die Fußmuskulatur zusätzlich gekräftigt werden.
Falls du schon einen Hallux valgus hast, hat das Tragen von Barfußschuhen einige Vorteile für dich:
- Sie sind leicht und engen durch den anatomischen Schnitt deine Zehen nicht ein. So wird die Fehlstellung nicht verstärkt und der große Zeh kann sich wieder gerade nach vorne ausstrecken.
- Außerdem gibt es durch den weiten Schnitt der Zehenbox und das meist sehr weiche Obermaterial keinen zusätzlichen Druck auf das Großzehengelenk, was dir schon sehr viel Erleichterung verschaffen kann.
Wenn dein Großzehengelenk gereizt ist oder du einen Spreizfuß hast, kann der Auftritt durch die dünnen Sohlen der Barfußschuhe anfangs oder auch dauerhaft zu hart sein.
In dem Fall empfehle ich dir, die Barfußschuhe mit etwas weicheren Einlegesohlen zu tragen.
Du hast so immer noch einen guten Bodenkontakt und profitierst von der Zehenfreiheit, auch wenn das Barfußgefühl dann nicht mehr ganz so unmittelbar ist.
Allerdings können Barfußschuhe einen Hallux valgus nicht heilen. Hier gibt es verschiedene nicht-operative und operative Behandlungsmethoden.
Ein sehr gutes Buch mit tollen, teilweise sehr sanften Übungen kann ich dir hier wärmstens empfehlen:
Barfußschuhe und Spreizfuß

Bei einem Spreizfuß ist das Quergewölbe des Fußes nicht mehr stabil.
Die Mittelfußknochen, die eigentlich parallel zueinander liegen, bewegen sich auseinander.
Der Vorfuß wird breiter und es können Brennen oder auch Schmerzen im Bereich des Ballens entstehen.
Ein Spreizfuß ist sehr selten angeboren, sondern wird z. B. verursacht durch
- Bewegungsmangel,
- Tragen von High Heels (zu viel Gewicht auf dem Vorfuß),
- langes Stehen in Schuhen mit hohen Absätzen
- schwaches Bindegewebe,
- Verletzungen.
Ein gutes Training zur Vermeidung eines Spreizfußes ist das Barfußlaufen.
Auch wenn du schon einen leichten Spreizfuß hast, kann das Barfußlaufen dazu beitragen, deine Fußmuskulatur und damit auch das Quergewölbe zu kräftigen.
Besonders wichtig sind aber auch hier zusätzliche Maßnahmen wie Massagen und Übungen, am Ende dieses Abschnitts empfehle ich dir ein gutes Buch und eine Seite mit Übungen hierzu.
Das Gehen in Barfußschuhen hat grundsätzlich einige Vorteile: Die Zehenbox ist weit geschnitten, so dass dein Ballen genügend Raum hat. Druckstellen auf die strapazierten Gelenke werden reduziert.
Durch den Nullabsatz wird das Gewicht nicht auf den Vorfuß verlagert, sondern verteilt sich über den gesamten Fuß.
Allerdings können die dünnen Sohlen auch Probleme verursachen, wenn der Auftritt zu hart ist.
Bei einem Spreizfuß sind oft Schwielen oder Hühneraugen unter dem Ballen vorhanden.
Das Fußballenfettpolster ist verkleinert, wodurch eine Metatarsalgie (Schmerzen im Mittelfuß) auftreten kann.
In diesen Fällen ist der Ballen sehr sensibel und sollte auf jeden Fall vor Überlastungen und unnötigen Reizungen geschützt werden.
Das bedeutet nicht unbedingt, dass du gar keine Barfußschuhe tragen kannst.
Allerdings ist es eine gute Idee, weiche Einlegesohlen zu tragen und/oder Barfußschuhe mit etwas dickeren Sohlen zu wählen (du findest welche im Artikel Barfußschuhe für Einsteiger).
Du hast dann ein weniger direktes Barfußgefühl, aber trägst trotzdem leichte, anatomisch geformte Schuhe mit einer großzügigen Zehenbox.
In jedem Fall solltest du langsam ausprobieren, ob dir das Gehen in Barfußschuhen gut tut und anfangs immer nur kurze Strecken gehen.
Dieses tolle Buch mit sehr sanften Übungen kann ich dir nur ans Herz legen:
Barfußschuhe und Senkfuß oder Senk-Spreizfuß
Bei einem Senkfuß oder auch Plattfuß ist das Längsgewölbe des Fußes abgesenkt.
Oft tritt das zusammen mit einer Absenkung des Quergewölbes, dem so genannten Spreizfuß.
Diese Fehlstellung wird dann Senk-Spreizfuß genannt. Zum Spreizfuß lies auch den Abschnitt oberhalb.
Da der Senkfuß beim Gehen einknickt, wird er auch Knickfuß oder Knick-Senkfuß genannt.
Ein Senkfuß kann angeboren sein oder verursacht werden durch z. B. :
- unpassende oder zu enge Schuhe,
- schwaches Bindegewebe,
- langes und häufiges Stehen,
- Übergewicht,
- Verletzungen
Vermindern kann man das Risiko der Entstehung eines Plattfußes durch das Vermeiden von starken, einseitigen Belastungen, häufiges Barfußgehen und gezielte Kräftigung der Fußmuskulatur.
Bei leichten Formen treten oft gar keine Beschwerden auf, die Fehlstellung muss dann auch nicht zwingend behandelt werden.
Sollten Probleme auftreten, sind kräftigende Übungen oft eine gute Option.
Barfußschuhe können für dich ein guter Ausgleich zu engen Schuhen sein und deinen Füßen Erholung verschaffen.
Auch wird die Fußmuskulatur besser gekräftigt.
Natürlich verschwindet auch ein Senkfuß nicht einfach so durch das Tragen von Barfußschuhen, ergänzende Übungen sind auf jeden Fall zu empfehlen.
Barfußschuhe – Modellempfehlungen bei Fehlstellungen
Hier habe ich für dich ein paar Empfehlungen für Barfußschuhe zusammengestellt, die aufgrund ihres Schnittes bei Fehlstellungen besonders bequem zu tragen sind.
Natürlich ist es individuell immer ganz unterschiedlich, ob ein Schuh drückt oder nicht.
Am Ende hilft nur Ausprobieren, ob du mit dem jeweiligen Schuh auch gut zurechtkommst.
Für die folgenden Modelle habe ich aber im Laufe der Zeit viel positives Feedback von vielen Usern mit verschiedenen Fehlstellungen bekommen. So ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass der jeweilige Schuh für dich in Frage kommen könnte.
Das soll dir die Suche vereinfachen.
Wenn ich neue Empfehlungen bekomme, ergänze ich die Liste.
leguano aktiv
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Empfohlen bei: Hallux valgus, Spreizfuß, Krallenzehen
Die Zehenbox des leguano aktiv* ist großzügig geschnitten und das Material ist sehr weich.
Dadurch wird das Risiko von Druckpunkten minimiert und der Schuh passt sich sehr gut an. Hier ist mein Erfahrungsbericht zum leguano aktiv.
Generell hat leguano viele Barfußschuhe mit großzügiger Zehenbox und wunderbar weichem Obermaterial.
Noch mehr Modelle kannst du dir in meinem Artikel über die Barfußschuhe von leguano ansehen.
Dort findest du z. B. auch den leguano scio* in Slipperform, der wegen seiner nahtlosen Verarbeitung besonders flexibel und angenehm zu tragen ist.
Xero Prio
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Empfohlen bei: Krallenzehen
Der Xero Prio hat eine recht hoch geschnittene Zehenbox, so dass man oben nicht so schnell anstößt.
Meinen ausführlichen Erfahrungsbericht zum Xero Prio findest du hier.
Saguaro Barfußschuhe
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Empfohlen bei: Hallux Valgus, Spreizfuß, Krallenzehen

Die von mir getesteten Saguaro Barfußschuhe* sind im Vorfußbereich sehr großzügig geschnitten, so dass sie auch genügend Raum bei Hallux valgus oder einem Schneiderballen bieten (kommt natürlich auch auf die Breite der Füße an).
Die Sohle ist relativ dick, so dass die Fußsohle gut geschützt ist. Das ist bei empfindlichem oder gereiztem Ballen eine Entlastung.
Das sehr weiche und recht elastische Obermaterial gibt leicht nach und übt keinen Druck auf die Zehen aus.
Auch bei sensiblen Fußrücken ist der Saguaro sehr gut geeignet.
Besonders weich und flexibel ist das Modell vorne im oberen Bild mit dem Schnellverschluss.
Damit du das schnell findest, habe ich es für dich unten verlinkt.
(Achtung: Ein sehr ähnliches Modell gibt es auch mit einem Obermaterial in Strickoptik.
Der Oberstoff ist bei diesem Saguaro aber fester und nicht annähernd so flexibel dehnbar wie das der hier verlinkten Schuhe.)
Hier ist mein ausführlicher Erfahrungsbericht zu den Saguaro Barfußschuhen, da findest du alle Infos.
leguano jara (für Damen)
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Empfohlen bei: Hallux valgus, Spreizfuß, Krallenzehen

Der leguano jara* hat vorne einen sehr breiten Riemen, der sich komplett öffnen und mit vollflächigem Klett individuell anpassen lässt.
Du kannst hier nicht nur die Weite, sondern auch den Winkel des Riemens verändern.
Das hat gleich zwei Vorteile: Der Riemen verdeckt den Ballen sehr gut, so dass man deinen Hallux oder Schneiderballen nicht sieht.
Außerdem kannst du den Riemen so einstellen, dass er bequem passt.
Hier ist mein Erfahrungsbericht zum leguano jara.
Allerdings ist die Sohle recht dünn. Du kannst den jara auch mit Einlegesohlen tragen, da die Sohle rundherum leicht hochgezogen ist.
Allerdings musst du vielleicht ein wenig suchen, um optisch passende Einlagen zu finden.
Ich habe es hier mal mit schwarzen Einlegesohlen von Vivobarefoot versucht, die passen ganz genau und man erkennt auch nicht, dass die nicht zur Sandale gehören.
Alternativ gibt es noch spezielle Einlegesohlen für Sandalen, die man nicht sieht. Eventuell sind die passend für dich.
Ein Beispiel habe ich hier verlinkt:
- Die Bama Comfort Ultradünne 3/4 Gel-Sohlen sorgen für Komfort in allen Pumps, High-Heels oder Ballerinas.
- Die Air Cushion Technologie sorgt durch ein spezielles Luftkammersystem für zusätzliche Dämpfung und verbessert die polsternden Eigenschaften des Gels im sensiblen Fersen- und Fußballenbereich
- Dank der dünnen Sohle und der zehenfreien Schnittform in Dreiviertellänge passt die Einlegesohle auch in schmaler geschnittene Modelle
- Das weiche Obermaterial sorgt für ein angenehmes und frisches Fußgefühl. Die Einlegesohle von Bama ist dermatologisch getestet und somit sehr hautfreundlich.
- Lieferumfang: 1x Bama Comfort Ultradünne Gel-Sohlen, 3/4 Damen-Einlegesohlen, Schwarz, Größe: 39/41
Neoprenschuhe
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Empfohlen bei: Hallux valgus, Spreizfuß, Krallenzehen, Verkrampfungen der Zehen
Sehr positives Feedback habe ich auch zu unterschiedlichen Neoprenschuhen bekommen.
Die sind großzügig geschnitten und das Neopren ist sehr weich und nachgiebig.
Grundsätzlich gilt: Je dünner das Neopren, desto dehnbarer ist es. Viele Empfehlungen gab es z. B. für die wunderbar flexiblen Mares Equator, die ich auch selbst kenne und sehr gerne mag.
CosyShoes (Hausschuhe)
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Empfohlen bei: Hallux Valgus, Krallenzehen
Sehr weich und flexibel sind die CosyShoes, allerdings haben die auch eine recht dünne Sohle.
Bei Bedarf kann man sie aber auch mit Einlegesohlen tragen, um eine bessere Dämpfung zu erzielen.
Die CosyShoes habe ich in meinem Artikel über Barfuß-Hausschuhe ausführlich vorgestellt.
Mehr flexible Barfußschuhe findest du hier, noch mehr superbequeme Barfuß-Hausschuhe hier.
Alternativen zu Barfußschuhen – Meine Tipps
Falls du mit den dünnen Sohlen von Barfußschuhen nicht zurecht kommen solltest, gibt es trotzdem noch einige tolle Alternativen mit etwas dickeren Sohlen, die deinen Füßen gut tun und sie nicht einengen.
Joe Nimble
Wenn du Sportschuhe bzw. Sneaker oder Wanderschuhe suchst, schau dich mal bei Joe Nimble* um.
Das Besondere an diesen Schuhen: Sie sind anatomisch geschnitten und bieten dir maximale Zehenfreiheit, dazu haben sie einen Nullabsatz.
Das bedeutet, dass die Ferse nicht erhöht ist.
Die meisten Modelle von Joe Nimble haben etwas dickere Sohlen, die den Auftritt dämpfen.
Vergleichsweise dünne Sohlen haben z. B. die nimbleToes, die eine feinfühligere Sohle mit schönem Barfußgefühl haben.
Außerdem gibt es noch eine herausnehmbare, sehr angenehme Einlegesohle, die leicht dämpft.
Bär Schuhe
Wenn es etwas eleganter sein soll, empfehle ich dir die Schuhe von Bär*.
Die bieten dir eine tolle Zehenfreiheit und engen deine Füße nicht ein, da sie der natürlichen Fußform nachempfunden sind.
Einige Bär-Schuhe haben auch eine recht dünne Sohle und einen Nullabsatz und sind als Barfußschuhe bezeichnet. Dazu sind manche Modelle laut Beschreibung auch bei Hallux valgus gut geeignet.
Das Sortiment von Bär ist sehr vielfältig. Hier findest du Sport- und Wanderschuhe, Sneaker, aber auch richtig schicke Stiefel, Schnürschuhe, Slipper, Ballerinas für alle möglichen Anlässe und Wetterlagen.
Eben einfach alles was zu deinem Stil passt und dabei deine Füße entlastet.
Die Schuhe von Bär sind sehr hochwertig verarbeitet und sehr bequem.
FAQ zu Fehlstellungen und Barfußschuhen
Kann man Barfußschuhe bei Fehlstellungen tragen?
Ob es empfehlenswert ist, Barfußschuhe zu tragen, hängt von der Schwere der Fehlstellung und dem Grad der Deformation der Füße ab.
Grundsätzlich spricht nichts dagegen, wenn du dich in Barfußschuhen wohlfühlst und keine Schmerzen beim Gehen hast.
Was du beachten solltest und wie du Probleme beim Umstieg vermeidest, erkläre ich dir ganz ausführlich im Artikel
Für wen sind Barfußschuhe nicht geeignet?
Wenn du schwerere Fehlstellungen und bereits stark deformierten Füße hast, kann das Gehen in Barfußschuhen die Beschwerden verschlimmern.
Ob das Gehen in Barfußschuhen (in dem Fall am besten mit passenden Einlagen/Einlegesohlen) für dich angenehm ist, kannst du mit günstigen Barfußschuhen oder auch mit Barfuß-Hausschuhen ganz vorsichtig ausprobieren.
Noch mehr Tipps und Infos dazu gibt es hier im Artikel.
Bei schweren Fehlstellungen mit Schmerzen oder falls du mit deinem Problem schon in Behandlung bist, sollest du mit deinem Arzt oder Therapeuten besprechen, ob das Tragen von Barfußschuhen für dich in Frage kommt.
Kann man Barfußschuhe mit Einlagen tragen?
Ja, das geht. Natürlich geht durch das Tragen von Einlagen die Feinfühligkeit der Sohle verloren. Je dicker die Einlage, desto mehr.
Du profitierst aber trotzdem noch von einigen Vorteilen, die Barfußschuhe bieten:
- du hast einen wesentlich besseren Bodenkontakt,
- du trägst leichte Schuhe, die nicht drücken
- du hast eine sehr gute Zehenfreiheit
- durch den Nullabsatz wird das Gewicht nicht auf den Vorfuß verlagert.
Quellen: -https://www.nature.com/articles/s41598-020-71247-9#Abs1 (Sehr ausführlicher Artikel mit Grafiken) -https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/20006314/ -https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23439417/ -https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23007933/
Hinweis: Da ich keine Ärztin bin, geht es in diesem Artikel nur um allgemeine Infos, meine persönlichen Erfahrungen und die von Personen, die mir von ihren Erfahrungen berichtet haben. Diese allgemeinen Informationen sind kein Ersatz für einen kompetenten medizinischen Rat. Wende dich sich bei Fragen zu deiner Gesundheit an deinen Arzt oder Therapeuten, besonders wenn du Beschwerden haben solltest.
** Letzte Aktualisierung am 22.06.2026 um 02:12 Uhr / * = Affiliate Links / Quelle Bilder: Amazon Partnerprogramm /Amazon Product Advertising API Bitte beachten: Die Preise können nach dem Zeitpunkt der letzten Aktualisierung gestiegen sein. Eine Echtzeit-Aktualisierung ist technisch leider nicht möglich. Maßgeblich sind die Preise, die auf der Webseite des Verkäufers zum Zeitpunkt des Kaufs angegeben werden.














