Vivobarefoot Motus im Test

Vivobarefoot Motus im Test
Vivobarefoot Motus im Test

Der Vivobarefoot Motus* ist ein Sport- und Freizeitschuh aus atmungaktivem Mesh. Besonders markant ist der zusätzliche Klettverschluss.

Das Modell ist für Damen und für Herren nicht nur in schwarz-rot zu haben, sondern auch noch in anderen schicken Farbkombinationen.

In diesem Test habe ich den Vivobarefoot Motus auf Herz und Nieren geprüft.

Du möchtest nur die Kurzfassung lesen? Klick hier um die Ergebnisse auf einen Blick zu sehen.

Material und Verarbeitung des Vivobarefoot Motus

Der Vivobarefoot Motus besteht aus einem dünnen, weichen und sehr gut atmungsaktiven Mesh-Gewebe. Er kann von Hand gewaschen werden. Die durchstichsichere Sohle aus Gummi ist an den Seiten leicht hochgezogen.

Auch der Zehenbereich wird zum Teil von der Sohle umschlossen, was für einen sehr guten Stoßschutz sorgt. Ein Paar in Größe 39 wiegt insgesamt 441 Gramm, ein einzelner Schuh also ca. 220 Gramm.

Motus Sohle von unten
Die Sohle des Motus

Die Sohle ist 4,5 mm dick und macht einen sehr robusten und haltbaren Eindruck. Das Profil ist deutlich ausgeprägt und sorgt für einen hervorragenden Grip. Die Sohle ist angenehm gerade und flach und hat keine Sprengung.

Bei Schuhen mit Klettverschluss bin ich ja immer etwas skeptisch, da das oft ein Schwachpunkt ist. Nicht nur dass das Klett irgendwann nicht mehr so gut aufeinander haftet, auch lösen sich die Klett-Elemente mit der Zeit gerne mal ab. Das Klettband des Motus macht aber einen äußerst stabilen Eindruck, und die Klett-Elemente scheinen auch sehr gut befestigt zu sein.

Besonders gut gelungen ist auch die Innenausstattung, hier wurden sehr glatte, weiche Materialien verwendet. Die Schuhe tragen sich dadurch ausgesprochen angenehm, auch ohne Socken. Lediglich im Fersenbereich ist groberes Mesh verarbeitet worden, wohl um einen besseren Halt im Schuh zu gewährleisten, darauf komme ich später noch einmal zurück.

Vivobarefoot Motus Innenfutter
Die Innenausstattung des Motus

Die Nähte sind alle sehr sorgfältig verarbeitet und so flach, dass sie nicht stören. Die Zunge ist weich und flexibel und sorgt durch ihre Struktur auch für gute Atmungsaktivität.

An den Kanten ist die Zunge mit einem sehr weichen, glatten Stoff eingefasst. Dazu ist sie nicht nur am unteren Ende mit dem Schuh verbunden, sondern auch seitlich.

Das sorgt dafür, dass die Zunge nicht verrutscht und dass es in dem Bereich auch keine Druck- und Reibungspunkte gibt.

Eine kleine störende Stelle gab es allerdings anfangs für mich. Am rechten Schuh ist an der obersten Schnüröse auf der linken Seite an der Ecke ein Druckpunkt. Man sieht es kaum, aber das formgebende Material ist unter dem roten Oberstoff nach innen gebogen und drückte unangenehm auf den Fußrücken.

Ich bin für solche Druckpunkte recht empfindlich und konnte den Motus an den ersten Tagen deswegen nicht ganz festschnüren. Die anderen Abschlussecken sind alle einwandfrei und sauber gearbeitet, hier störte nichts. Es hat ein paar Tage gedauert, bis der Schuh weicher wurde und der Druck nicht mehr spürbar war.

Die Verarbeitung ist ansonsten sehr sorgfältig und gut durchdacht, insgesamt macht der Motus einen soliden Eindruck.

Passform und Tragekomfort des Vivobarefoot Motus

Motus Zehenbox
Die Zehenbox: Bequem und stoßsicher

Der Vivobarefoot Motus* hat eine bequeme Passform. Im vorderen Bereich ist er angenehm breit geschnitten und bietet eine gute Zehenfreiheit.

Durch die hochgezogene Sohle ist die Zehenfreiheit nach oben ganz leicht eingeschränkt. Das ist aber nur ein wenig ungewohnt, wenn man ansonsten sehr weite oder flexible Schuhe trägt. Wirklich unangenehm oder störend ist es nicht. (Update: Das wurde inzwischen geändert, der Zehenbereich ist jetzt etwas großzügiger geschnitten.)

Das Obermaterial des Motus ist sehr leicht und sorgt für eine optimale Durchlüftung, auch wenn man ins Schwitzen kommt. Die Sohle gehört mit 4,5 mm zu den etwas stärkeren Barfußschuhsohlen, und man spürt nicht jedes kleinste Detail des Untergrundes. Das hat aber auch ganz klare Vorteile bei stärkeren Belastungen wie z. B. im Outdoorbereich wenn es über schwieriges Terrain geht.

Dennoch hat man ein gutes Gefühl für die Beschaffenheit des Untergrundes. Bei der ersten Anprobe des Motus sollte man auf jeden Fall berücksichtigen, dass der gesamte Schuh und damit auch die Sohle durch das Tragen noch wesentlich weicher und flexibler werden.

Ich habe Schuhgröße 39 und eher schmale Füße und der Motus in Größe 39 hat für mich einen guten Sitz und bietet ausreichend Bewegungsfreiheit.

Motus Einlegesohlen
Die Einlegesohlen

Die mitgelieferten Einlegesohlen sind ca. 5 mm dick. Mit diesen wird es etwas enger im Schuh. Allerdings sind die Sohlen auch mehr für die kalte Jahreszeit zur zusätzlichen Isolation gedacht und dafür sind sie auch gut geeignet.

Insgesamt würde ich sagen, dass der Vivobarefoot Motus für schmale und normale Füße sehr gut geeignet ist. Bei kräftigeren Füßen wird es aber zumindest in Verbindung mit den Einlegesohlen knapp werden. In dem Fall wäre der Vivobarefoot Stealth sicher die bessere Wahl, er ist weiter geschnitten.

Ich hatte mich gefragt, ob der Klettverschluss wirklich für so viel mehr Stabilität sorgen kann. Der Test hat es aber ganz schnell klargemacht: Wenn ich das Band öffne, habe ich spürbar weniger Halt im Schuh. Bei einem reinen Freizeitschuh ist das nicht so sehr von Bedeutung. Ganz anders sieht es aus, wenn beim Sport die präzise Ausführung der Bewegungen und optimaler Halt den entscheidenden Unterschied ausmachen.

Das Verschlussband beginnt – von außen zunächst nicht sichtbar – an der Außenseite des Schuhs, zwischen Obermaterial und Innenfutter. Dann verläuft es unter der Schnürung hindurch über den Fuß zur Innenseite, wo es durch eine Öffnung im Obermaterial herausgeführt wird. Von dort aus geht es dann schräg über die Schnürung nach oben zur Außenseite des Schuhs.

Motus Schnürung und Verschluss
Hier sieht man den Verlauf des Verschlusses

Das sorgt für einen wirklich guten und angenehmen Halt des Mittelfußes. Dabei fühlt man sich aber nicht eingeengt, und auch die Zehenfreiheit wird dadurch nicht eingeschränkt.

Der Teil des Bandes, der unter der Schnürung liegt, hat kleine Löcher zur besseren Belüftung. Dazu reflektiert das Material des Verschlussbandes im Dunkeln, was aber bei Tageslicht nicht zu sehen ist.

Der Vivobarefoot Motus im Praxistest

Gewöhnungsbedürftig war für mich die Schaftabschlusskante im Fersenbereich. Diese ist unterfüttert und recht fest. Dazu ist das Innenfutter im hinteren Teil wie schon beschrieben relativ rau. Ich hatte hier anfangs schon nach kurzem Tragen ein unangenehmes Gefühl durch die starke Reibung im Bereich der Achillessehne. An sportliche Aktivitäten war also erstmal nicht zu denken. Allerdings muss ich auch hier nochmal darauf hinweisen, dass ich in der Hinsicht relativ empfindlich bin.

Ich war mir anfangs deswegen etwas unsicher, ob der Vivobarefoot Motus und ich überhaupt Freunde werden. Also habe ich die Schuhe erstmal langsam eingelaufen. Zwei Tage lang habe ich sie nur für je einige Stunden getragen.

Am dritten Tag waren die Schuhe bereits weicher und wesentlich angenehmer im Tragegefühl, und ich konnte sie dann auch beim Sport problemlos tragen. Da hat der Motus dann auch zum ersten Mal so richtig zeigen können was in ihm steckt und ich muss sagen: Er hat mich wirklich begeistert, die Geduld hat sich voll und ganz ausgezahlt.

Vivobarefoot Motus beim Training
Bereit für´s Training mit dem Vivobarefoot Motus

Rennen, springen, Burpees, der Motus macht alles mit und fühlt sich dabei richtig gut an. Dieser Schuh findet die optimale Balance zwischen sicherem Halt, guter Bewegungsfreiheit und Gefühl für den Untergrund.

Ich habe mich während des gesamten Trainings absolut wohl und sicher in den Schuhen gefühlt, das hat einfach nur wahnsinnig viel Spaß gemacht.

Den Test draußen in der Natur habe ich mit dem Motus mittlerweile auch machen können, und auch hier kann er ganz klar punkten. Auch auf Schotterwegen oder querfeldein kann man sich auf den Motus verlassen.

Ich habe meinen Motus auch einer „Normalschuhträgerin“ zum kurzen Test überlassen. Sie war sofort begeistert vom guten Laufgefühl und kann sich diesen Schuh sehr gut als Sportschuh vorstellen.

Update: Nun trage ich den Motus schon seit ein paar Monaten. Nachdem es ja ein paar Startschwierigkeiten gab und ich ihn erst einlaufen musste, finde ich ihn mittlerweile sehr bequem. Ich trage ihn gerne bei Touren draußen in der Natur und vor allem wenn es über groben Schotter geht, ist dieser Schuh total klasse.

Auch im Urlaub war er der perfekte Allround-Schuh: Von Spaziergängen am Strand und durch die Dünen bis zum anschließenden Shopping war er überall mit dabei.

Weil mir der Vivobarefoot Motus so gut gefällt, habe ich mir zwischenzeitlich ein weiteres Paar gekauft. Ich trage ihn ja gerne outdoor, und so sieht er dann auch oft aus. Weil ich ihn aber auch ansonsten oft in der Freizeit trage, gibt es jetzt noch ein Paar, das etwas sauberer bleiben darf.

Auch hier kann ich im direkten Vergleich ganz eindeutig feststellen, dass der Motus im Neuzustand noch wesentlich fester ist und auch etwas enger sitzt.

Mittlerweile wurde, wie oben schon erwähnt, der Zehenbereich etwas großzügiger gestaltet. Auch insgesamt ist der Motus nun ein klein wenig weiter geschnitten. Nach wie vor würde ich ihn aber eher für schmale bis normale Fußweiten empfehlen.

Fazit

Der Vivobarefoot Motus* ist ein robuster und zuverlässiger Begleiter bei Sport- und Outdooraktivitäten. Er umschließt den Fuß ohne einzuengen und sorgt für optimale Trittsicherheit, auch bei Sprüngen und schnellen Richtungswechseln.

Trotz seiner Stabilität bietet der Motus optimale Bewegungsfreiheit und ein sehr gutes Gefühl für den Untergrund. Durch die etwas dickere Sohle und die gute Befestigung könnte man dem Motus vorwerfen, dass er weniger Barfußgefühl bietet als andere Barfußschuhe. Damit würde man ihm aber Unrecht tun. Der Motus ist ein echter Spezialist, wenn es um Bewegung geht. Denn er macht alles mit und sorgt dafür, dass man auch bei stärkeren Belastungen oder auf schwierigem Terrain nicht aus dem Tritt kommt.

Mit dem Motus in der Natur unterwegs
Draußen unterwegs mit dem Vivobarefoot Motus

Ein wenig mehr Material gewährleistet hier einen sicheren Halt, Schutz und auch eine zufriedenstellende Haltbarkeit. Wenn du also einen Schuh suchst, mit dem du Sport machen, Abenteuer erleben und richtig viel Spaß haben kannst, ist der Motus genau der Richtige.

Solltest empfindlich für Druckpunkte und Reibung im Bereich der Achillessehne sein, lasse es mit dem Motus anfangs sicherheitshalber etwas langsamer angehen. Auch ich musste den Motus erst einlaufen, aber er wurde sehr schnell weicher und bequemer.

Der Vivobarefoot Motus ist auch ein toller Freizeitschuh, und gerade das Modell in schwarz mit rot passt für mich auch sehr gut zur Jeans.  Seine wahren Stärken kommen so richtig im Gelände oder beim Sport zur Geltung. Ich mag ihn wirklich gerne, daher habe ich auch mittlerweile zwei Paar davon im Einsatz. Von mir gibt es eine Kaufempfehlung für den Motus.

Ein Gutschein für dich

Im Shop von Vivobarefoot* erhältst du mit diesem Gutschein 10 % Rabatt auf deinen neuen Motus! (Der Gutschein gilt auch für andere Modelle.)

Auf einen Blick

Vivobarefoot Motus Vivobarefoot Motus
Eigenschaften
  • Sohle 4,5 mm

  • 220 Gramm pro Schuh in Größe 39

  • schmal bis normal geschnitten

  • fällt größengerecht aus

  • Klettverschluss aus reflektierendem Material

  • vegan


  • Vorteile
  • toller Grip

  • gut atmungsaktiv

  • sehr guter Sitz

  • Sohle bietet guten Schutz auf schwierigen Untergründen

  • robust

  • waschbar

  • durchstichsichere Sohle

  • Nachteile
  • fühlt sich anfangs ziemlich fest an

  • nicht wasserabweisend


  •  

    (Visited 2.870 times, 4 visits today)